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Fauna &Flora

Wildlife, Tier & Naturfotografie.

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Bericht in der Suedostschweiz am 2.12.21 Die Calandawölfin

Die Calandawölfin F07 erreicht biblisches Alter Gemeinhin ist man davon ausgegangen, dass die Leitwölfin F07 am Calanda längst gestorben ist. Jetzt hat das kantonale Jagdamt bestätigt, dass die Wölfin noch lebt. Fast zwei Jahre lang gab es keinen genetischen Nachweis von der Wölfin F07. Sie hatte zwischen 2012 und 2018 alljährlich Welpen am Calanda grossgezogen und war die Leitwölfin des ersten Wolfsrudels in der Schweiz nach 150 Jahren. Sowohl das kantonale Amt für Jagd und Fischerei wie auch die Gruppe Wolf Schweiz gingen davon aus, dass F07 tot ist. Jetzt hat aber die Analyse von zwei Kotproben ergeben, dass die Wölfin noch lebt. Sie ist mittlerweile über elf Jahre alt. Gemäss Jagdinspektor Adrian Arquint wurde der Kot am 1. September an zwei Orten am Calanda auf Felsberger Gemeindegebiet gefunden. Das DNA-Ergebnis hat das Jagdamt Mitte November erhalten. Überdurchschnittliches Alter Die Gruppe Wolf Schweiz hält dazu auf Social Media fest: «Die beiden Elternwölfe M30 und F07 wurden 2010 oder früher geboren, haben also ein für wild lebende Wölfe überdurchschnittliches Alter erreicht. Über zehnjährige Wölfe in freier Wildbahn stellen eine grosse Ausnahme dar.» Dies zeige, dass Altwölfe nicht immer von den Jungen vertrieben, sondern auch im hohen Alter akzeptiert und mitversorgt würden. «Letzteres wurde bereits beim Rudel in der Valle Morobbia beobachtet, wo die krankheitshalber verstorbene Leitwölfin trotz massiver körperlicher Schwächung bis zuletzt im Kerngebiet des Rudels toleriert wurde, obwohl gesunde, fortpflanzungsfähige Jungwölfinnen nachweislich präsent waren, die das Tier ohne Weiteres hätten verdrängen können», schreibt die Gruppe Wolf Schweiz. «Über zehnjährige Wölfe in freier Wildbahn stellen eine grosse Ausnahme dar.» Und weiter: «Wölfe sind sehr soziale Tiere und ihre soziale Stellung innerhalb der Gruppe wird nicht durch körperliche Stärke bestimmt, sondern durch soziale Fähigkeiten wie Erfahrung, Teamfähigkeit und Kompetenzen zur Konfliktlösung.»  Von Fotograf beobachtet Einer, der vertraut ist mit den Wölfen des Calandarudels, ist der Untervazer Fotograf Charly Gurt. Er hat die Calandawölfe bereits mehrmals fotografiert. Und er ist sich sicher, dass er die Leitwölfin F07 im vergangenen Herbst am Calanda gesichtet hat. «Sie war mit drei Rüden unterwegs und es war unschwer zu erkennen, dass es sich um eine alte Wölfin handelt», sagt Gurt.

Calanda Wölfe

Der Bereich Calanda Wolf Film ist mit einem Passwort geschützt und kann gerne bei mir eingeholt werden, für jeweils einmaligen Gebrauch. 

Da viele Anfragen kommen von der Presse wegen Bilder für ein Wolfsbericht, habe ich mich entschieden nur dieses Bild hier auf Anfrage und je nach Bericht der Presse zu geben. Es dürfen keine Bilder von mir genutzt werden ohne mein Einverständnis und dies wird nur auf dem schriftlichen Weg zur Verfügung gestellt, falls es dann auch zustande kommen sollte. Die Bilder auf meiner Homepage sind Eigentum von Karl (Charly ) Gurt und können jeweils auch bei mir gekauft werden. charly.gurt@gmail.com     

"Wolf - Wieder unter uns" und "Der Wolf ist da. Eine Menschenausstellung"

 

Vom 12. Mai bis 25. Oktober 2020 steht der Wolf im Zentrum. Das Bündner Naturmuseum zeigt mit «Wolf – Wieder unter uns» und «Der Wolf ist da. Eine Menschenausstellung» gleich zwei Ausstellungen über dieses Tier.

Erstere gibt einen fundierten Einblick in die Biologie des Wolfs, zeigt aber auch die gemeinsame Geschichte von Wolf und Mensch bis hin zur aktuell stattfindenden Wiederbesiedlung des Alpenraums. Erstellt wurde die Ausstellung vom Naturhistorischen Museum Fribourg, das Bündner Naturmuseum wird sie mit Informationen über Graubünden ergänzen.

«Der Wolf ist da. Eine Menschenausstellung» beleuchtet unsere facettenreiche und nicht selten emotionsbeladene Wahrnehmung des Wolfs. Mehrere Akteure – unter anderem Schafzüchter, Hirtin, Züchter von Herdenschutzhunden, Wildhüter, Naturschützerin – kommen zu Wort. Besucherinnen und Besucher können sich und ihre Einstellung zum Wolf im Spannungsfeld zwischen Wolfsfreunden und -gegnern selber positionieren. Indem die Ausstellung der Frage nachgeht, wie unsere eigene Wahrnehmung dieses Tiers ist und welche sie beeinflussen, hält sie uns den Spiegel vor.

 

Zeitraum12. Mai bis 25. Oktober  Ort                               Bündner Naturmuseum                                      

 

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